Donnerstag, 30. Juli 2015




wenn ich zu etwas anderem würde
in der stille


meine fühler
in der luft
hin und her gingen
eine undeutliche arbeit
auszuführen
unter der haut

da – ein
hartes
weiches
warm
kalt
bepelzte gedanken

und alles

entsteht

fühlt den eigenen
lautlosen laut




Kommentare:

  1. So recht erschließen will der Text sich mir nicht, etwas entsteht, fühlt den eigenen Laut. In einem Film vertrat einmal ein Dirigent und Chorleiter, dass jeder Mensch seinen eigenen Ton, einen Lebenston quasi hat.

    Bepelzte Gedanken, das gefällt mir. Die und die Fühler zu Beginn erinnern mich an den Nachtfalter, den Kind und ich beim Gießen ungewollt aufscheuchten, der sich in ganzer Pracht und mit langen, zitternden Fühlern auf der Fensterscheibe niederließ. Um bald wieder im Schatten zu verschwinden.
    Sonntagsgruß, B.

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  2. Du bist ganz nah dran mit deinen Assoziationen, liebe Bess - vielen Dank dafür!

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